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11.10.2015

Fatlarspitze 2986m

Fatlarspitze 2986m

Da es im Internet nur wenig Informationen zur Fatlarspitze gibt hab ich mich entschlossen hier einen etwas ausführlicheren Bericht zu schreiben.

Die Fatlarspitze ist am einfachsten über die Niederelberhütte zu erreichen. Da diese geschlossen ist nehmen wir den direkten Weg durch das einsame und herbstliche Fatlar(tal), welches über Ulmich oder über eine Abkürzung durch den Sinser Wald zu erreichen ist. Man folgt dem markierten Wanderweg und wechselt dann auf den Hoppe-Seyler-Weg Richtung Kieler Wetterhütte. Diese Hütte ist mit zwei Betten und einem Ofen zum anheizen ausgestattet und bietet für Wanderer und Bergsteiger Schutz vor schlechtem Wetter. Die Hütte ist wunderschön gelegen und der Blick über das Wolkenmeer ist ein atemberaubendes Naturschauspiel das seines gleichen sucht. 

Wir verlassen von hier aus den markierten Weg und steigen zum Fuß der Fatlarspitze auf. Über grobes, unwegsames und sehr schlecht gehbarem Blockwerk steigen wir bis zu der Rinne zwischen Fatlarspitze und Fatlarturm auf. Durch die Rinne geht es noch recht leicht nach oben. Eine Stelle in der Rinne würde ich mit 2 bewerten ansonsten einfaches 1er Gelände. Auch hier findet man schon einen Bohrhaken. 

In der Scharte angekommen klettert man zur Linken hoch über recht steiles, ausgesetztes 2er Gelände. Der harte Schnee zwang uns hier angeseilt zu gehen, aber auch sonst würde ich für diese Tour ein Seil empfehlen. Nach der ersten Wand befindet sich ein Bohrhaken und kurz vor dem Gipfel ebenfalls. Diese sind perfekt zum Abseilen und das 40 Meter Seil reichte gerade noch aus. Der Anstieg ist relativ brüchig und es liegen jede Menge lose Gesteinsbrocken herum welche das Gefahrenpotenzial verschärfen. 

Alles in allem eine wunderschöne, lange Tour, welche mit strahlendem Sonnenschein über dem Hochnebel belohnt wurde, während man im Tal unter dem Nebel den Tag mit grauem Herbstwetter verbrachte.

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