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07.08.2015

Küchlspitze 3147m

Küchlspitze 3147m

Zwischen St.Anton und Ischgl erhebt sich die mächtige Verwallgruppe. Hier türmen sich die wilde Küchlspitze und die noch wildere Kuchenspitze auf. Der Name Küchlspitze klingt zwar etwas niedlich aber dieser Berg ist mächtig und schwer zu erreichen. Besonders das lose Gestein hat großes Gefahrenpotential.

Die Küchlspitze ist über die Darmstätter Hütte zu erreichen oder aber über die einsame Madleinalpe in Ischgl. 

Wir starten um 05:00 von See und fahren nach Ischgl und von dort mit dem Jeep ins Madlein. Dort queren wir den Bach und laufen weglos über Gras und mächtiges Blockwerk Richtung Rautejöchli. Hier rasten wir mit wunderschönem Blick zur Darmstätter Hütte. Wir legen unseren Klettergurt an und machen uns auf den Weg zum Ostgrat der Küchlspitze.  Immer wieder versperren uns mächtige Türme und Zacken den Weg auf dem Grat. Diese werden entweder links oder rechts umgangen oder überklettert. Die Wegfindung ist manchmal nicht ganz einfach und man muss immer wieder schauen auf welche Seite man wechseln muss. Leichte Kletterstellen wechseln sich mit schwierigem Gehgelände. In den meisten Tourenberichten wird besonders auf die Brüchigkeit der Küchlspitze hingewiesen. Ich finde den Fels teilweise recht fest aber die Griffe und Tritte sind extrem lose und man muss wirklich jeden Griff und Tritt auf die Festigkeit überprüfen! Vorsicht!

Noch vor man den Aufschwung zum Vorgipfel (Stange) erreicht ist eine recht knackige Stelle die besonders beim Rückweg Probleme machen kann. Wir haben hier sauber gesichert und eine Bandschlinge liegen lassen. Vielleicht kann Sie der nächste Bergsteiger brauchen :)

Um sicher zu gehen seilen wir uns an und erreichen den Vorgipfel recht einfach durch eine kleine Rinne. Danach scheint das Gelände unbezwingbar zum Gipfelkreuz. Um so näher man dem Kreuz kommt um so siegessicherer werden wir und schon bald stehen wir auf dem Gipfel der wilden Küchlspitze. Ein uriger Gipfel, mit einem schönen, großen Holzkreuz wie aus einem alten Bergepos. Das Gipfelbuch ist von 1990 und nicht mal halb voll. Im Jahre 2014 zählen wir nur 6 Einträge. Ein wirklich selten besuchter Gipfel.

Der Rückweg entpuppt sich als recht knackig und hier ist ein Seil und die nötige Ausrüstung meiner Meinung Pflicht. Die leichten Kletterstellen verschärfen sich deutlich beim Abstieg. Und die Wegfindung ist auch nicht ganz einfach. Man sollte sich beim Aufstieg ganz deutlich den Weg merken! Endlich am Rautejöchli angekommen bewegen wir uns wieder auf ordentlichem und sicherem Gebiet und machen uns auf den Heimweg.

Fazit: Ein wirklich knackiger 3000er und keine einfache Sache!!

 

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