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23.08.2014

Tourenbeschreibung: Hohes Rad

Hohes Rad (2943m) - Im Herzen der Silvretta

Höhenmeter: 1000 hm
Gehzeit: 2,5 - 3 h zum Gipfel

Um die schöne Bergwelt der Silvretta zu erkunden ist meist viel Mühe und Zeit notwenig. So muss man für eine Durchquerung auf zahlreichen Hütten nächtigen. Wer keine Zeit dafür hat und trotzdem mal kurz reinschnupern möchte, dem ist das Hohe Rad wärmstens empfohlen.
Die Tour kann auch sehr gut mit einem Besuch auf der Wiesbadnerhütte verbunden werden, wobei sich die Gehzeit dann um ca. 1 Stunde verlängert. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist bei dieser Tour Grundvoraussetzung. Die wenigen Kletterstellen im ersten Grad sind allerdings für den geübten Bergsteiger oder Wanderer zu schaffen. Wer es sich nicht zutraut kann aber von der Radschulter auch zur Wiesbadnerhütte wandern und hat eine sehr lohnende Rundtour.

Wir starten beim Post Hotel in See und fahren nach Galtür und weiter auf Wirl zur Silvretta Hochalpenstraße (keine Mautpflicht mit Silvretta Card). Beim nördlichen Seeufer wandert man der östlichen Fahrstrasse der Saumauer bis zur Beschilderung. Hier hat man die Qual der Wahl. Entweder man nimmt den leichteren und schöneren Weg durch das Bieltal am Radsee vorbei bis auf die Radschulter oder den direkten anspruchsvolleren Steig direkt zur Schulter und auf das Hohe Rad. Der kleine Steig zweigt unauffällig nach der Beschilderung auf der Fahrstraße nach rechts hinauf durch eine steilere Wiesenflanke über Ausläufer vom Rad. Wir wählen den direkten Weg der bald in ein riesiges Becken mit großem Blockwerk und Schutt leitet welches recht mühsam zu durchqueren ist. Durch ein steileres Schneefeld gelangen wir auf die Radschultern und der Aufstieg zum Hohen Rad ist hier ausgeschildert. Der Weg ist gut markiert und mit einigen leichten Kletterstellen garniert. Am Gipfel hat man einen außergewöhnlich guten Blick auf den Piz Buin und andere nahmhafte Berge und deren wilde, zerklüftete Gletscher. Wir treffen noch auf 4 andere Bergsteiger die ihren Wanderurlaub im Paznaun verbringen und uns von Ihren bisherigen Touren erzählen. Im Abstieg ist nochmals Vorsicht angesagt. Wieder auf der Schulter angekommen machen wir uns auf den Weg zum Radsattel und dann hinunter ins Bieltal am schönen herzförmigen Radsee vorbei. Ich denke zurück an unsere Hüttentour im Frühjahr 2013 als wir über den Totenfeldferner die Haagspitze erreichen und von dort durchs Bieltal, bei perfekten Pulver und Firnschnee, rauschen. Einsame Täler in verschiedenen Jahreszeiten zu besuchen ist für uns immer wieder ein Erlebnis.

Zum Einkehren kann ich das Gasthaus Piz Buin auf der Bielerhöhe wärmstens Empfehlen. Es wurde wunderschön renoviert und bietet eine sehr regionale, leckere Speisekarte an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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